Wie ich mich in Pulswärmer verliebt habe – und zu „Frau nanice“ wurde

Manchmal beginnt eine große Geschichte mit einem ziemlich kleinen Kleidungsstück.

Meine begann 2010 auf dem Weihnachtsmarkt in der Dortmunder Kleppingstraße.

Damals verkaufte ich für nanice auf Märkten. Mode hat mich schon immer begeistert und ich war gerade dabei, mich beruflich neu zu orientieren. Kundin war ich allerdings schon längst – und ziemlich verliebt in meine rote Walkjacke von nanice.

Für den Weihnachtsmarkt bat ich eine Kollegin, mir passende Pulswärmer zu nähen. Eigentlich nur, damit ich das Produkt auch zeigen konnte. Denn bis dahin kannte ich Pulswärmer nur von meiner Schwägerin.

Dann kam der erste Markttag. Bitterkalt. So kalt, dass man schon beim Gedanken ans Kleingeld Gänsehaut bekam.

Während alle über eisige Finger klagten, blieben meine Hände schön warm. Ich konnte kassieren, Produkte zeigen, Jacken zuknöpfen und Ware nachlegen – alles, ohne ständig Handschuhe aus- und wieder anziehen zu müssen. Und irgendwie gehörten die Pulswärmer plötzlich genauso zu mir wie meine rote Jacke.

Ein Jahr später wurde ich die neue Inhaberin von nanice.

Dass mich viele Kundinnen irgendwann einfach nur noch „Frau nanice“ nannten, hätte ich damals nie gedacht. Aber irgendwie passt es. Typisch Ruhrpott eben.

Meine erste Tat als neue Inhaberin? Ich entwickelte passende Loops zu den Pulswärmern. Denn ich fand schon immer: Zusammen sieht's einfach schöner aus.

Mit der Zeit kamen viele weitere Ideen dazu. Ich ließ mich zur Farbberaterin ausbilden und beschäftigte mich immer intensiver mit Farben, Materialien und Kombinationen – immer mit dem Ziel, dass sich Frauen nicht nur warm, sondern auch rundum wohlfühlen.

Und meine rote Walkjacke? Die gibt es tatsächlich immer noch. Sie hat viele Märkte mit mir erlebt und erinnert mich jedes Mal daran, wie alles angefangen hat.

nanice – Farben, die bleiben. Qualität, die man spürt.

Auch wenn ich mich 2024 beruflich noch einmal neu aufgestellt habe, nanice ist geblieben. Heute nähe ich meine Accessoires nebenberuflich – quasi als meine kreative Auszeit.

In den nächsten Beiträgen erzähle ich, warum Pulswärmer für mich viel zu oft unterschätzt werden. Denn eigentlich sind sie kleine Alltagshelden.

Man zieht sie morgens an und vergisst irgendwann, dass man sie trägt. Erst wenn man sie auszieht, merkt man, wie angenehm warm die Hände die ganze Zeit gewesen sind.

ch freue mich, Sie beim nächsten Mal wieder mitzunehmen in die Welt von nanice.
Ihre Bettina Gotzen von der nanice Modemanufaktur

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